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Subj: Bericht zur Notfunkübung zum bundesweiten Warntag am 08. Dezember
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DARC Distrikt Bayern Ost (U)
Bericht zur Notfunkübung zum bundesweiten Warntag am 08. Dezember

Den Warntag am Donnerstag, den 08.12.2022 nutzten die Funkamateure im 
Distrikt Bayern-Ost (U) um ihre Kommunikation im Rahmen einer einfachen 
Notfunkübung zu testen. Um 11 Uhr sollte an diesem Tag eine Probewarnung 
durch den Bund über alle verfügbaren Warnmittel, wie Rundfunk, Sirenen 
oder erstmals auch über Cell-Broadcast am Mobiltelefon erfolgen. Bereits 
im Vorfeld erklärten sich 16 Leitstationen aus dem gesamten Distrikt 
bereit, zu dieser Zeit auf einer jeweils von ihr vorab festgelegten 
Frequenz empfangsbereit zu sein. Dies waren, je nach Region, ein Relais 
auf dem 2m oder 70cm Band oder auch eine lokale Direktfrequenz. Weiterhin 
waren einige Stationen überregional auf Kurzwelle primär im 60m Band sowie 
ferner auch im 40m und 80m Band empfangsbereit. Bewusst sollte die Aktion 
für die Teilnehmer einfach sein: Funkgerät einschalten und eine kurze 
Meldung mit der Angabe des ersten Warnmittels, mit welchem der Probealarm 
aufgenommen wurde, an eine der Leitstationen geben. Fertig! In der 
Auswertung ergaben sich 228 Meldungen im Log, darin wurde als erstes 
Warnmittel bei 33% eine APP (Nina/Katwarn) genannt, bei gut 25% kam der 
Cell-Braodcast am Mobiltelefon als erstes an und bei fast 20% war es eine 
Sirene. Jedoch war auch bei über 15% aller Teilnehmer keinerlei Warnung 
eingegangen. Interessant war auch, dass bei fünf Teilnehmern am DAPNET 
Amateurfunk Pager als erstes eine Warnmeldung angekommen ist. Meldungen 
über Rundfunk spielten in dieser Stichprobe keine signifikante Rolle. 
Regional zeigten sich sehr großen Unterschiede in den Wahrnehmungen zu 
diesem Tag: In einigen Bereichen des Distrikts kamen nur sehr vereinzelt 
Warnmeldungen an. Einige Funkamateure erfuhren sogar erst durch den 
Funkbetrieb vom Hintergrund der Sirenenalamierung. Rund 50 Meldungen wurden 
über Kurzwelle empfangen, wobei besonders auf dem 60m Band der Bereich des 
gesamten Distrikts über eine Direktverbindung abgedeckt werden konnte. 
Ebenso rege genutzt wurde die Direktfrequenz 145.500 MHz im 2m Band: Dort 
war um 11 Uhr ein Pile-Up und in manchen Regionen kein durchkommen, gerade 
weil sich nicht alle Stationen gegenseitig hören konnten. Auf den Relais 
lief die Kommunikation reibungslos. Die meisten Meldungen wurden innerhalb 
der ersten 20 Minuten erfasst, nach einer Stunde war die Aktion praktisch 
vorbei. Unsere Notfunkübung war sehr erfolgreich, vielen Dank an die 
Leitstationen für die Aufnahme der Logs und für die Funkaktion selbst, auch 
wenn der Termin zur normalen Arbeitszeit unter der Woche stattfand. Es war 
schön zu sehen, dass wir Funkamateur uns für Kommunikation auch außerhalb 
unseres Hobbys interessieren, da überraschte es gar nicht, dass überdurch-
schnittlich viele von uns auch eine der Warn-Apps installiert haben. Von 
den Teilnehmern ergaben sich positive Rückmeldungen zur Übung, besonders da 
es sehr einfach war, daran teilzunehmen. Als Verbesserung für eine weitere 
Aktion ergab sich, ein Logformat oder ein Formular vorzugeben, um die 
Dokumentation und anschließende Auswertung zu vereinfachen. Weiterhin wurde 
angeregt, nicht nur das erste Warnmittel, sondern eine Reihenfolge abzu-
fragen, um auch weitere Übertragungswege in einzelnen Regionen qualitativ 
erfassen zu können. 

Info: Tobias Christoph, DC3TC (Notfunkreferent Distrikt U)

--

Quelle: https://www.darc.de/der-club/distrikte/u/nachrichten/detailansicht/
news/bericht-zur-notfunkuebung-zum-bundesweiten-warntag-am-08-dezember

 * Mit freundlicher Genehmigung vom DARC Distrikt Bayern Ost (U) übernommen *

Funkfreunde Landshut e.V.
www.funkfreundelandshut.de

 


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